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MAMO Photography - Marco Mostosi

 

Als Reisefotograf unterwegs in Thailand

Marco Mostosi wohnt im Berner Oberland und arbeitet als Fotograf in den Bereichen Hotel- und Restaurantfotografie, Corporate- und Werbefotografie.
Mit seinen Fotos verhilft er vielen Unternehmen schweizweit zu einem professionellen Auftritt.

Zusätzlich ist er als Reisefotograf für Reiseveranstalter und Touroperators im Ausland unterwegs.

Wenn er nicht fotografiert, interessiert er sich für Gadgets, Apple, Social Media, Reisen, Wandern und Aviatik.

www.mamo.ch
www.reise-fotograf.ch

Tempel in Szene setzen

Ein Fotograf sieht das Bild bevor er es macht. Ein Fotograf schaut sich um und sieht mehr als nur das Offensichtliche. Er komponiert das Bild.

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Street Fotografie

Hier eine sehr treffende Beschreibung von Rolf Nobel, Professor für Fotografie:
„Es ist eine sehr ungeschminkte, authentische Fotografie. Man muss sehr schnell auf Momente reagieren, die wie im Flug vergehen. Der Zeitenlauf lässt sich nicht anhalten, wie es in vielen anderen Feldern der Fotografie ist, wo sich Dinge wiederholen. Aber Konstellationen gibt es in der Street Fotografie immer nur ein Mal. Man muss sehr schnell und spontan agieren. Hinzu kommt: Es reicht nicht aus, nur den einen magischen Moment zu erfassen. Der Fotograf muss alle Elemente, die sich in dem Sucherbild bewegen, im Bruchteil einer Sekunde innerhalb dieses Rahmens so ordnen, dass ein gut gestaltetes Bild entsteht. Es ist eine unglaublich anspruchsvolle Fotografie.“

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Lokale Märkte

Will man den Einheimischen nah sein und sie in ihrem Tun verstehen, dann besucht man einen lokalen Markt. Es sind die Gerüche, die Geräusche, die Betriebsamkeit… kann man das fotografieren?

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Interview mit Marco Mostosi

Marco, du hast dich unter anderem auf Reisefotografie spezialisiert. Was reizt dich als Fotograf daran am meisten?

Einerseits die Reduzierung meines Equipments, oft habe ich nicht meinen ganzen Fotorucksack dabei, sondern nur eine Kamera und ein Objektiv. Anderseits ist es die Schnelligkeit, das Spontane dieser Art der Fotografie.
Bei meiner Arbeit als Fotograf bin ich in meinen anderen Bereichen eher eingeschränkt und fotografiere im Normalfall, was der Kunde will. In der Reisefotografie bin ich frei und kann meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Du warst mit uns soeben in Thailand unterwegs. Was hat dich dort als Fotograf am meisten beeindruckt?

Ich fand die Nachtmärkte besonders spannend, da die vielen Motive nicht ganz einfach zu fotografieren sind. Da sind viele Leute welche dir vor die Kamera laufen oder vor dein Motiv stehen. Du musst schnell sein und Situationen im Voraus erahnen können. Die Kamera mit den richtigen Einstellungen in der Hand und dann „Klack“! Oft habe ich genau das Foto auf dem Display wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Die Thais selber lassen sich meistens gerne fotografieren, was mir persönlich auch sehr wichtig ist! Ich fotografiere aus Prinzip keine Leute wenn ich das Gefühl habe, dass es ihnen unangenehm ist oder sie es nicht wünschen. Auch bezahle ich nie für irgendwelche „Models“, die sich vor meine Kamera stellen. In Thailand werden z.B. oft Kinder als „Statisten“ missbraucht. An Orten, wo viele Touristen sind, lassen sich diese fotografieren und sich dafür bezahlen. Die Eltern verstecken sich dann hinter der nächsten Mauer und warten auf die Einnahmen der Kinder.

Was gehört unbedingt ins Foto-Gepäck aller Fotografen, insbesondere auch für tropische Destinationen?

Ich bin gerne auf der sicheren Seite und habe dadurch eher kleinere, dafür mehrere Speicherkarten dabei. Der ganze Workflow der Datensicherung ist dadurch etwas komplizierter, aber für mich ist es immer noch die bessere, und vor allem, sicherere Variante. Bei Spiegelreflexkameras ist es sinnvoll etwas dabei zu haben um den Sensor zu reinigen. Allgemein wird die Kamera auf Reisen mehr beansprucht durch Sand, Salzwasser, Staub, Sonnencreme an den Händen usw.

Was muss man unbedingt können, um auf Reisen gute Fotos zu machen?

Ich denke es reicht aus wenn man die Kamera, die man dabei hat, gut - nein, sogar sehr gut - kennt und beinahe blind bedienen kann. Ich treffe immer wieder auf Touristen, welche sich soeben eine neue Kamera gekauft haben, diese aber nicht zu bedienen wissen. Eine seriöse Vorbereitung vor der Reise hilft, im richtigen Moment bereit zu sein, ein tolles Foto zu machen. Die meisten Momente lassen sich nicht wiederholen, vor allem nicht auf einer Reise!

Welches ist die ideale Kameraeinstellung auf Reisen?

Ganz klar die Zeitautomatik! Eher offenblendig, jedoch auch nicht ganz offen. Die Empfindlichkeit des Sensors ist so angepasst, dass ich angenehme Verschlusszeiten erreiche.

Wie sicherst du deine Daten auf Reisen?

Ich mache jeden Abend eine 1:1 Kopie meiner Speicherkarte auf das Macbook. Zusätzlich habe ich zwei kleine externe Harddisks dabei, welche ich für ein zusätzliches Backup einsetze. Die Daten liegen während der Reise also an mehreren Orten und verschiedenen Gepäckstücken. Eine dieser beiden Harddisks trage ich immer auf mir! Ok, nicht wenn ich ins Wasser gehe...

Was unterscheidet einen ambitionierten Reisefotografen von einem Hobbyfotografen?

Der Reisefotograf setzt den Schwerpunkt seiner Reise bewusst auf die Fotografie. Er steht früh auf um den Strand, das Resort oder den Tempel im besten Licht zu erwischen. Da bleibt das längere Ausschlafen und ausgiebige Frühstücken manchmal auf der Strecke. Auch muss mal auf den Happy Hour Drink an der Bar verzichtet werden. Meistens ist genau dann am Strand das wunderbare Licht, kurz vor oder nach dem Sonnenuntergang, vorzufinden. Wie schon erwähnt, natürlich ist auch eine verlässliche Datensicherung wichtig, wenn man für einen Kunden, weit weg von zu Hause, unterwegs ist.

Was macht für dich die Arbeit als Fotograf aus? Was schätzt du an Deiner Arbeit und auf was könntest du auch gerne verzichten?

Ich finde es spannend für verschiedene Hotels und Firmen zu arbeiten. Jeder Auftrag ist ganz anders. In der Industriefotografie finde ich es immer wieder spannend, nebenbei etwas über die Firma und ihr Produkt zu erfahren.
Jeder Kunde hat andere Vorstellungen und andere Erwartungen. Von genauen Vorgaben des Fotos bis zu „mach einfach mal“ gibt es in meinem Bereich alles.
Verzichten könnte ich auf den ganzen Buchhaltungskram und den administrativen Aufwand, der bei diesem Beruf nicht zu unterschätzen ist!

Marco... wir bedanken uns für deine tollen Bilder und deine Tipps!